Nachhaltigkeit
Eine kleine Geschichte
Ihrer Weihnachtsspenden
So fing es
an: Im zweiten Rundbrief der Initiative vom September 2000 wurde um Spenden für
eine Warme Mahlzeit (für 290 Kinder an 300 Tagen im Jahr) und für eine
Werkstatt für Behinderte gebeten. Das Heilpädagogische Zentrum war bereits 1993
eröffnet worden. Vorausschauend hatte Architekt Reimar Kirchhoff eine
Grundplanung für Werkstatt, Wohnbereich und Verwaltung entworfen mit „150
bis 200 Plätzen für geistig und schwermehrfach Behinderte“. Im Jahr 2000
aber ging es nur darum, drei der alten Holzhäuser einer aufgegebenen
Feriensiedlung gegenüber dem HPZ winterfest zu machen. Inzwischen gibt es dort
150 Plätze, nach der letzten Ausbaustufe im Jahr 2011 sollen es 250 sein. Die
Werner Peter Schmitz-Stiftung ist bis heute der wichtigste Förderer der
Werkstätten.
Der
Rundbrief Nr. 7 vom Oktober 2002 konnte bereits 40 Plätze in der Werkstatt und
den Beginn des 2. Bauabschnitts melden. Und er warb um Spenden für ein Hospiz
für sterbende Menschen, das in einem leer stehenden und verfallenden
Kindergarten eingerichtet werden solle. 2009 wurde die Sanierung beinah
abgeschlossen. In einem innen und außen ansprechenden Haus gibt es eine Station
für Sterbende mit 15 Betten und eine Pflegestation für Krebskranke und
Schlaganfallpatienten mit 20 Betten.
„Helfen
Sie uns, die Hölle abzuschaffen“ so war der Aufruf im Jahr 2003
überschrieben. Und gemeint waren damit die „Internate“, in denen
möglichst weit weg von den Städten behinderte Menschen „gelagert
werden“, wie eine Teilnehmerin am Freiwilligen Sozialen Jahr in Pskow
schrieb, „ohne Perspektive, ohne Möglichkeit auf Entwicklung, ohne
Individualität, ohne Freiheit.“ Seit 2002 absolvieren jährlich zwei oder
mehr junge Erwachsene ihren Freiwilligendienst im Heilpädagogischen Zentrum
oder in den Beschützenden Werkstätten.
So ging es
weiter voran. „Wir haben uns fest vorgenommen, keinen von denen, die uns
einmal anvertraut waren, wieder aufzugeben“, hieß es im Spendenaufruf 2004.
Daran haben wir uns gehalten. Und so kamen 37.820 € zusammen für eine
Operation in Deutschland an dem kleinen herzkranken Mädchen Dana aus Pskow und
noch einmal 60.000 € für die Werkstätten. Das höchste Ergebnis überhaupt.
- 2005 ist im Spendenaufruf schon von „einem Netz der
Fördereinrichtungen, das in der Stadt mit Hilfe der Initiative Pskow und vieler
Sponsoren entstanden ist“, die Rede. Inzwischen sind in dieses Netz 10
russische Städte einbezogen.
Im Jahr
2006 wurden die Spenden erbeten für einen Anbau an das HPZ an Stelle der
abgebrannten Werkstufe und für die Ausstattung der Arbeitsräume im dritten
Bauabschnitt der Werkstätten. Inzwischen ist der Anbau fertig, und es ist mehr
daraus geworden als ein bloßer Anbau. Die Arbeitsräume in den Werkstätten sind
eingerichtet, z.B. für Kartonagen- und Kerzenherstellung oder für eine
Wäscherei.
Im
vergangenen Jahr schließlich wurde für einen zusätzlichen gebrauchten deutschen
Bus gesammelt (als Ersatz für den zusammengebrochenen russischen), um die
behinderten Menschen in die Schule und die Werkstätten und dann wieder nach
Haus zu transportieren. Der Bus wurde gekauft und geliefert.
Ergebnisse der Weihnachtsspenden
2000/2001 85.040 DM (=43.480 €)
2001/2002 65.000 €
2002/2003 95.528 €
2003/2004 88.820 €
2004/2005 97.820 €
2005/2006 81.405 €
2006/2007 77.781 €
2007/2008 67.348 €
2008/2009 63.331 €
Ekkehard Pohlmann-Heinze